MTB Tour im Wiedtal

Die Idee

In diesem Jahr ist der Wasgau-MTB-Marathon leider ausgefallen. Im Büro dachten wir über einen würdigen Ersatz für dieses schöne Ende der MTB-Saison nach. Als erstes überlegten wir, einfach auf eigene Faust nochmal in Lemberg die Marathon-Strecke vom vergangenen Jahr nachzufahren. Diese Idee verwarfen wir aber relativ schnell, da uns die Anreise vom Ruhrgebiet aus zu weit war.

Alternativ bot ich mich an, in meiner Heimat im Wiedtal als Guide zur Verfügung zu stehen. Da ich die Trails dort zur Genüge von früher kannte wäre es kein Problem, anspruchsvolle und langschaftlich schöne Touren zusammenzustellen. Das Wiedtal ist vom Ruhrgebiet aus binnen weniger als zwei Stunden zu erreichen und bietet tolle Singletrails, ordentliche Steigungen und auch flachere Strecken entlang des Rheinhöhenwegs.

Die Vorbereitung

Zur Vorbereitung fuhr ich bereits vom 17.-19.10.2014 zu meinen Eltern nach Niederbreitbach. Ich kannte zwar viele Strecken, war aber seit etlichen Jahren nicht mehr mit dem MTB dort unterwegs. Daher wollte ich lieber nochmal schauen, in welchem Zustand insbesondere die spannenderen Singletrails waren.

Ich fuhr etwa 50km an den drei Tagen und war nachhaltig beeindruckt von dem Gelände. Solche steilen und vor allem langen Steigungen bin ich vom Ruhrgebiet nicht gewohnt. Zum Glück stellte sich aber raus, dass die meisten Trails in einem guten Zustand waren.

Wieder zuhause angekommen schrieb ich nochmal eine Email an alle Kollegen, damit wir uns nun konkret um Fahrgemeinschaften, Hotelbuchung etc. kümmern konnten. Leider stellte sich dann in den nächsten Tagen aber raus, dass nur noch zwei Arbeitskollegen mit fahren wollten, und die ganze Tour stand kurz auf der Kippe. Wir entschieden uns dann aber, dass wir dann eben nur zu Dritt fahren würden.

Das MTB-Wochenende (25.-26.10.2014)

Tag 1: 60km – 1250hm

Markus und Jörg reisten am Samstag Vormittag an und konnten auch vormittags schon im Hotel zur Post einchecken. Um 11:30 Uhr trafen wir uns vor dem Hotel und starteten unsere Tour mit einen kleinen Singletrail über Waldbreitbach entlang.

Da der Wald nach einigen Tagen Dauerregen teilweise extrem schlammig war entschieden wir uns, auf dem Radweg bis Roßbach zu fahren. Dort überquerten wir die Wied und fuhren durch das Wallbachtal auf den Rheinhöhenweg und weiter zum Malberg. Nach einer kleinen Pause ging es auf einem Singletrail Richtung Niederbreitbach zurück, um dann nach halber Höhe aber wieder den nächsten Pfad zurück nach oben zu nehmen. Entlang des Rheinhöhenwegs fuhren wird weiter, bis wir schließlich das Museum Monrepos erreichten. Von dort aus ging es steil bergab nach Altwied und dann im Tal weiter bis zum Forsthaus Friedrichstal.

Hier begann der zweite große Anstieg zurück bis zum Rheinhöhenweg, und langsam aber sicher wurden die Beine schwer. Wir kämpften uns nach oben fuhren auf dem Rheinhöhenweg zurück bis zum Malberg. Zum krönenden Abschluss ging es dann auf einem schönen Singletrail in Serpentinen hinab bis ins Wiedtal und dann heim. Insgesamt hatten wir viel Glück mit dem Wetter gehabt, da es den ganzen Tag über nicht geregnet hatte. Allerdings war es sehr auch den ganzen Tag über neblig, kalt und dunkel, so dass wir z.B. vom Malberg aus leider nicht ins Tal runter sehen konnten.

Tag 2: 29km – 630hm

Beim Aufstehen war direkt klar, dass wir am Sonntag eine kleinere Tour drehen würden. Wir trafen uns diesmal um 10:00 Uhr in Niederbreitbach. Am zweiten Tag waren wir nun zu fünft, da Andreas noch aus dem Ruhrgebiet gekommen war für einen Tag, und ich Michael von meinem alten Radverein für eine Tour begeistern konnte.

Direkt zu Beginn ging es knackig hoch auf den Ackerhof, und von dort wieder steil runter zurück ins Fockenbachtal. Anschließend rollten wir im Tal entlang und hoch bis nach Straßenhaus. Auf der Höhe fuhren wir am Birkenhof vorbei bis nach Kurtscheid und machten Pause. Sonntags war das Wetter deutlich besser, und hier oben saßen wir sogar in der Herbstsonne.

Über eine Abfahrt ging es runter zur Neuerburg und auf Trails weiter bis zum Kelterhof. Von dort aus fuhren wir auf der Landstraße hoch nach Wolfenacker, da der Wald nicht befahrbar war bergauf. Von Wolfenacker aus ging es auf einem Singletrail runter in Richtung Dazeroth, und dann wieder hoch auf die große Lichtung. Nach einer kleinen Pause mit Blick übers Wiedtal nahmen wir den steilen Trail über den Grat hinab. Der war allerdings stellenweise kaum fahrbar auf den nassen Wurzeln und Felsen. Der zweite Teil des Trails führte uns über Bürder zurück nach Niederbreitbach.

Fazit

Trotz des bescheidenen Wetters war das Wochenende ein riesiger Spaß. Für nächstes Jahr kann ich mir eine Wiederholung sehr gut vorstellen, allerdings lieber im Frühsommer/Sommer. Meine Arbeitskollegen waren auch begeistert, und der Muskelkater wird uns die nächsten Tage noch an unsere beiden Touren erinnern.

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