Leichter gesagt als getan…

Die Woche ist fast um, und ich habe endlich mal wieder Zeit mich durch’s Netz zu wühlen.  Dabei bin ich auf diesen tollen Beitrag gestoßen:

http://www.wiwo.de/blogs/chefsache/2009/11/21/die-dummen-jungen/

Was Herr Tichy hier von sich gibt, das ist eine nüchterne Bestandsaufnahme.  Allerdings verpackt in eine muntere und überspitzte Formulierung.

Das ändert die Tatsache natürlich nicht.  Aber es macht Spaß.  So viel Spaß, dass ich mich gerade selbst beobachte und feststelle dass ich am liebsten bei Chips und Bier zuschauen würde, was denn die Zukunft nun bringt.

Nun sind Chips und Bier aber wohl doch ein wenig passiv, wenn es um MEINE Zukunft geht.  Nur ist für den Einzelnen ja kaum überschaubar, welches Thema denn nun Revolution verlangt, und welches nicht.

Und da liegt der Hase im Pfeffer:  So gaaanz Unrecht können Politker mit ihren „Interpretationen“ der Realität ja nun auch nicht liegen.  Sonst würde der ganze Schwindel ja doch zu einfach zusammen gedroschen werden von der Opposition.

Warum zur Hölle sollte ich also bei der nächsten Wahl unbedingt diejenigen Parteien bevorzugen, welche mir Rentenkürzungen, weniger Nettoeinkommen oder sinkende Lebensstandards versprechen?

Tatsächlich wird das niemand so recht erwarten.  Dessen ist sich ja sogar Lafontaine bewußt, welcher nicht mal versucht, ein tragfähiges Konzept für die Linkspartei zu entwickeln.

Daher sehe ich hier einen gesunden und kritischen Journalismus in der Pflicht:
Nur wenn Sie, Herr Tichy, und Ihre Kollegen, die richtigen Fragen stellen, dann kann ich in Ruhe weiter Chips und Bier konsumieren ohne mir all zu viele Sorgen um die Zukunft machen zu müssen!

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