Idee mit Biss!

Der arme Kevin!

Dem jungen Mann ist am vergangenen Donnerstag sein Haustier entlaufen. Oder besser „entkreucht“, denn Schlangen können ja noch nicht laufen.
Um so ärgerlicher, dass es sich

a) um eine winzige Babyschlange handelte, und
b) obendrein auch noch um eine giftige Monokel-Kobra

Und nun? – Nach ein paar gruseligen Stunden allein in der Butze hat er erst mal Verstärkung angefordert.  Die kam dann auch zügig, in Form von Ordnungsamt und Berufsfeuerwehr Mülheim.

Was in den darauf folgenden Tagen dann alles unternommen wurde, um das Tierchen wieder zu finden, dass kann man unter anderem hier [1] nachlesen:
Eine schlagkräftiger Trupp bestehend aus Feuerwehr Mülheim, dem THW, Sanitätern, Ordnungsamtsmitarbeitern, Pressesprechern der Stadt, Möbelpackern und Bauarbeitern hat erst mal Kevins Wohnung auseinandergenommen.
Aber eben nicht nur ein bisschen, sondern quasi bis auf die Grundmauern.  Leider hat aber auch das nichts am Ergebnis geändert:  Die Schlange bleibt verschwunden!
Daher wurde nun das Haus versiegelt, und das Vieh soll ausgehungert werden.  Acht Wochen dauere so ein Spaß wohl, und so lange darf auch kein Futter (Menschen) mehr ins Haus.

Wie immer im Leben gilt:  Nichts ist umsonst, selbst der Tod kostet das Leben!

Daher gibt’s auch zu dem Spaß hier eine Rechnung.  Und die ist gesalzen. Gut und gerne 60-70k€ werden da so aufgelaufen sein, wenn nicht sogar mehr. Momentan ist nur unklar, ob bei Kevin überhaupt ein Cent zu holen ist, denn der hat die Zeit für die Giftschlange ja nur, da er z.Zt. erwerbslos ist.
Am Ende wird’s dann wohl doch wieder beim Steuerzahler hängen bleiben.  Das gilt zumindest mal für den Einsatz der diversen Beamten.
Nur frag‘ ich mich hier ja, wer wenn wohl für die Wiederherstellung der Wohnung aufkommen wird? – Oder für die Unannehmlichkeiten der anderen Mietparteien?

Übrigens:  wenn ich mir diese hohen Summen anschaue die da so auflaufen wenn (zu hoch) bezahlte Angestellte sich um Anderleuts Bockmist zu kümmern, dann fällt mir doch spontan der Guido Westerwelle ein.
Hatte der nicht neuerlich empfohlen [2] , Hartz4-Empfänger besser in die Gesellschaft zu integrieren in dem man ihnen ehrenamtliche Jobs zuschustert in der Gemeinde?
– Das hier wäre doch wohl ein Paradebeispiel für diese Idee gewesen.

[1] http://www.derwesten.de/staedte/muelheim/Kobra-Jagd-in-Muelheim-noch-immer-ohne-Erfolg-id2771847.html 
 
[2]  http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,680641,00.html

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