Erste Schritte zum neuen HTPC

Pünktlich mit der Freigabe von Kodi 14.0 zu Weihnachten keimte bei mir der Wunsch auf, mal wieder einen neuen HTPC zu bauen basierend auf aktueller Hardware.

Der alte HTPC war schon länger nicht mehr im Betrieb, und wir können seit der Anschaffung des neuen Fernsehers mit „Smart TV“ Funktion direkt auf das NAS zugreifen können um Videos zu schauen. Das funktioniert leidlich gut, aber die schlechte Umsetzung und die hässliche, grafische Umsetzung ist mir schon länger ein Dorn im Auge.

Der Schwerpunkt des HTPCs soll also nun nicht mehr VDR mit seinen ersteklassigen TV-Funktionen sein, sondern ein reines Multimedia-Gerät mit ansprechendem User-Interface.

Die Hardware für den HTPC:

Nach ein paar Tagen Recherche habe ich mir für die Anschaffung folgender Bauteile entschieden:

  • Intel Core-i3-4160 CPU
  • 2GB RAM
  • ASUS H97M-Plus µATX Mainboard
  • Silverstone LC16M Gehäuse
  • Asus Bluray/DVD Laufwerk
  • bequit! 350W Netzteil

Zusätzlich dazu habe ich noch Bauteile, die aus dem ausgedienten VDR ausbauen kann:

  • Digital Devices Dualtuner DVB-C Karte
  • yaVDR IR Einschalter
  • Zotac GT630 Grafikkarte
  • Samsung 256MB SSD Festplatte

Beschwerlicher Anfang:

Die ersten Schritte waren leider enttäuschend, denn die Hardware funktionierte nicht so richtig. Ich hatte von Beginn an ein paar Probleme mit USB-Geräten, so dass ich teilweise nicht einmal bis ins BIOS kam. Vorsichtshalber kaufte ich also noch eine günstige Tastatur, da ich nicht sicher war, ob die Funktastatur im BIOS funktionierte.

Nun kam ich zwar in BIOS, aber die USB-Probleme gingen weiter, so dass z.B. beim Installieren diverser Linux-Distributionen die Installer nicht funktionierten. Manchmal funktionierte die Tastatur bereits in der Shell nicht. Manchmal funktionierte die Tastatur zwar dort, aber nicht mehr wenn der Installer nach kurzer Zeit von der Shell in eine grafische Umgebung umschalten wollte.

Ich hatte das Mainboard (Asrock H97M Pro4) im Verdacht und tauschte dies gegen das oben aufgeführte ASUS Mainboard. Dieser Umbau dauerte ein paar Tage und brachte die Erkenntnis, dass die gleichen Probleme mit dem neuen Mainboard ebenfalls auftraten.

Nach einer Suche fand ich nun endlich die Ursache für die Probleme:  das USB-Panel für die 7 sogenannten „Hotkey“ Multimedia-Knöpfe auf der Gehäusefront ist Schuld für die Probleme. Anscheinend sind die Linux-Distributionen unterschiedlich tolerant gegenüber diesen Fehlern, so dass manche während der Hardware-Erkennung direkt hängen bleiben, während sich andere nur über dieses kaputte Device beklagen im Logfile. Die Fehlermeldungen lauten etwa „device not accepting address XYZ“, verbunden mit den Fehlernummern -32 oder -71, welche beide klar darauf hinweisen, dass die Kommunikation mit dem Gerät nicht aufgebaut werden kann.

Die nächsten Schritte:

Nachdem nun die Ursache gefunden ist, muss ich das Gehäuse einsenden zum Verkäufer Caseking.de. Dort erhielt ich aber die Auskunft, dass die Bearbeitung aufgrund der zurück liegenden Feiertage leider bis zu 3 Wochen dauern könne. Daher hat man mir dort den Tipp gegeben, dass ich über den Deutschland-Vertrieb von Silverstone evtl. schneller ein Ersatzteil beziehen könne.

So oder so bleibt mir nur übrig, dass Gehäuse nun nochmals komplett auseinander zu bauen. Das ist ärgerlich, da ich sämtliche Kabel nun bereits zum zweiten Mal ordentlich verlegt hatte.

2 Gedanken zu “Erste Schritte zum neuen HTPC”

  1. Gute Nachrichten:
    Der Deutschland-Vertrieb von Silverstone hat mir spontan und unbürokratisch ein Ersatzteil zugesandt. Leider haben diese Bedienknöpfe aber nun die falsche Farbe, so dass ich nun die Reklamation noch einmal reklamieren muss.

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