Erste Impressionen…

… aus Shanghai.

Gestern Vormittag bin ich angekommen, da hing noch ein wenig Nebel in der Luft.
Dachte ich jedenfalls, denn das „Zeug“ ist leider Smog, und bis jetzt noch nicht verschwunden.  Ein paar Kollegen erzählten mir, dass es auch nur an sehr wenigen Tagen im Jahr sowas wie blauen Himmel zu sehen gäbe, meistens aber sei die Luft schmutzig.
Interessanterweise stinkt es aber nicht gewaltig, das hätte ich nämlich auch erwartet.

Weiter kann ich nur sagen, dass mich die Stadt positiv überrascht hat.
Ich bin total überwältigt von der Ausdehnung der Stadt, denn gleichzeitig stehen überall Hochhäuser.  Aber gut, irgendwo müssen diese 17 Millionen Menschen ja auch wohnen.

Vorhin bin ich zum ersten Mal vor’s Hotel gegangen.
Tatsächlich hat es kaum 50m gebraucht, und schon wurde ich von zwei Prostituierten angequasselt, die mir ihre besondere, chinesische Massage andrehen wollten.
Dass die so zielstrebig auf mich zukamen, ist vermutlich meinen europäischen Gesichtszügen zu verdanken.  „Wir“ fallen hier tatsächlich enorm auf, genau wie ein Schwarzer oder ein Asiate bei uns im Ruhrgebiet.

Nachdem ich mich noch kurz rechtfertigen sollte, warum ich denn nun ganz sicher keine Massage haben wolle, konnte ich mich meinen weiteren Abendteuern widmen:

  1. Heil über die mehrspurige Straße kommen.   Es gab zwar einen Zebrastreifen, aber es scheint für Autofahrer bei Todesstrafe verboten zu sein, auch nur an Anhalten zu denken.  Ich hab‘ mir das ganze Spiel erst mal angeschaut und bin dann „im Windschatten“ von einem Pärchen Einheimischer über die Straße gehuscht.
  2. McDonalds finden.  Ich sah zwar Schilder, die mir den Weg weisen sollten, aber außer dem goldenen „M“ waren da tatsächlich nur chinesische Zeichen drauf.  Ich bin den Schildern hinterher, aber irgendwann hat sich die Spur verlaufen, und ich stand blöde da.   Und das, wo ich doch eigentlich einen ganz guten Riecher für Fast-Food habe.
  3. Essen kaufen…  Ich fand nen kleinen Straßenverkauf, anscheinend mit nem Grill.  Da gab es sowas wie „Grillfackeln“, die schauten lecker aus.  Waren sie dann auch, und ich nahm direkt zwei Stück.  Tatsächlich brachte ich den Verkäufer in Verlegenheit mit meinem 100 Yuán-Schein. Ich habe einfach mal das ganze Wechselgeld eingesteckt und erst hinterher gemerkt, dass ich wohl nur sieben Yuán gezahlt haben muss für meine beiden Spieße.   (75 Eurocent ungefähr, das nenn‘ ich mal „günstig“!)
  4. … und noch ’ne Cola.  Da hatte ich kurz vorher einen kleinen Laden gesehen, da schien wohl Cola im Regal zu stehen.  Auch das ging reibungslos, und selbst wenn ich niemanden verstand, und mich vermutlich auch niemand verstand, ich habe für eine große Flasche Cola (zwei Liter) nur 6 Yuán gezahlt, also 65 Eurocent.  Auch ganz ok  🙂
  5. Und nun dieser Blog-Eintrag hier:   Tja, ich bin wieder zurück über die Straße, und dachte mir, dass muss ich nun aber mal bloggen.  Internet geht soweit auch ganz gut, aber die Blogspot-Seite ist tatsächlich gesperrt, es passiert einfach gar nichts.  Dies ist dem „Golden Shield Project“ geschuldet, welches unliebsame Dienste wegfiltert.  Aber zum Glück gibt es ja noch VPN, so dass ich nun doch noch an mein Blog ran komme.

Stay tuned, ich schreib‘ bestimmt noch ein wenig mehr in den nächsten Tagen!

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