Duisburger 24h-MTB-Rennen 2014

In diesem Jahr sind wir genau wie letztes Jahr wieder mit zwei Achter-Teams in den Wettkampf gestartet. Das Duisburger 24h-MTB-Rennen fand bereits zum elften Mal statt. Für mich war es in diesem Jahr die dritte Teilnahme, und wie immer überwiegt bereits wenige Stunden nach Ende des Wettkampfs das Gefühl, an diesem ersten Wochenende im August „etwas geleistet“ zu haben. Der Muskelkater der vergangenen Tage hat dies bewiesen.

Wie in den zurückliegenden Jahren auch, war es für unser „Turbine Racers I“ Hobbyteam wieder einmal eine Frage der Ehre, sich mit dem Team „Siemens IndustrieHansa Energy“ zu messen. Und genau wie schon im vergangenen Jahr haben wir wieder einige Runden mehr gefahren als die Kollegen.

Vorbereitungsphase

Dieses Jahr habe ich mich fast gar nicht auf das Rennen vorbereitet. Meine beiden ersten Trainingsfahrten machte ich erst während unseres Familienurlaubs in Gronau fünf Wochen vor dem Rennwochenende. Trotzdem konnte ich im Juli 2014 immerhin noch knapp 380km MTB fahren, wobei ich mich selbst sehr zügelte und fast ausschließlich Grundlagenausdauer trainierte auf dem Radweg im Ruhrtal. Alles streng nach Pulsuhr. Viele andere Möglichkeiten blieben aber auch nicht üblich, zumal seit dem starken Sturm im Frühsommer alle Wälder in der Umgebung bis auf weiteres gesperrt sind.

Aufbau

Am Freitag sind wir früh morgens nach Duisburg gefahren, um unser Mannschaftszelt aufzubauen. Dieses wurde uns freundlicherweise wieder vom DRK Mülheim ausgeliehen. Neu war in diesem Jahr, dass wir uns einen Grill mitbrachten, und auch ein eigenes Dixie-Klo bestellten. Im Vergleich dazu erscheinen die vergangenen beiden Jahre geradezu asketisch. Wie sich später heraus stellte, waren wir richtig froh über diesen „Luxus“.

Das Rennen

Startphase

Nachdem ich im letzten Jahr als Startfahrer im Stau fest hing auf meiner ersten Runde, wollte ich in diesem Jahr unbedingt kein Startfahrer sein. Die Sorge vor einem Stau war allerdings insofern unbegründet, dass die Veranstalter die kleine Treppe in diesem Jahr erstmals raus genommen haben. Stattdessen ging es nun eine Rampe runter, und insgesamt lief alles viel flüssiger. Ich fuhr als dritter Fahrer und hatte einen denkbar schlechten Start. Bereits nach wenigen Metern platzte mir der Puls, so dass ich mich nur mit Mühe und Not über die beiden Runden quälte. In der Wechselzone angekommen war ich fix und fertig, und ich hatte vor allem keine Fantasie, wie ich denn ein paar Stunden später nochmal auf den Kurs gehen sollte.

Kurz nach dem Wechsel von Fahrer 4 auf Fahrer 5 kam es dann zu einer Unterbrechung aufgrund eines aufziehenden Unwetters. Das Rennen wurde abgebrochen, und der Neustart mehrmals verschoben. Am Ende dauerte es ziemlich genau 4 Stunden, bis das Rennen wieder aufgenommen werden konnte. Während dieser Zeit saßen wir zum Glück einigermaßen Trocken unter unserem Pavillon und grillten zusammen. Anderen Teams flossen zur gleichen Zeit Sturzbäche durchs Zelt. Um 19:30 Uhr konnte das Rennen dann auch endlich wieder neu gestartet werden.

Über Nacht

Meine nächsten Turns begannen erst um gegen Mitternacht, und dann wieder um kurz nach 5 Uhr morgens. Nachts lief es super, und es machte  sich einmal mehr bemerkbar, dass eine bessere Beleuchtung direkt gleich gesetzt werden kann mit einem höheren Tempo. Ich war voll erholt, und die Rundenzeiten waren deutlich besser nachmittags.

Schlussphase

Wir hatten uns ausgerechnet, dass am Ende jeder nur noch 1x fahren sollte statt zwei Runden. Ich war so gegen 10:15 Uhr dran und legte mich nochmal ordentlich in’s Zeug. Heraus kam die dritte Rundenzeit unter 20 Minuten (19:09 Minuten), und gleichzeitig meine persönliche Bestzeit. Nach einer kalten Dusche feuerten wir noch die letzten Fahrer unseres Teams an, die ebenfalls alles gaben. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir wieder schönsten Sonnenschein, und die Temperaturen stiegen merklich an gegen Mittag.

Ergebnis

Die genaue Auswertung des Ergebnisses ist etwas unübersichtlich, da es viele verschiedene Wertungen gibt. Außerdem ist der direkte Vergleich mit dem Vorjahr schwierig, da die Strecke ja durch den Wegfall der Treppe insgesamt beschleunigt wurde. Sämtliche Zahlen habe ich der Webseite raceresult.com entnommen.

Tabelle 1: Rundenprotokoll von Marcus Zurhorst
Turn Runde Zeit [min] Kommentar
Turn 1 1. Runde  22:11
2. Runde  23:08  langsamte Runde
———   4h Rennunterbrechung   ———
Turn 2 3. Runde 19:56
4. Runde  20:59
Turn 3 5. Runde  19:55
6. Runde  20:38
Turn 4 7. Runde  19:09  schnellste Runde
Durchschnitt  20:51

Nachstehend das Ergebnis unseres „Turbine Racers I“ Teams. Wie man sieht sind wir ziemlich exakt gleich gut wie im vergangenen Jahr. Wir fuhren zwar durch die Bank deutlich schnellere Rundenzeiten, aber dies liegt zum großen Teil an der schnelleren Strecke ohne Staus. Bezogen auf die Platzierungen gibt es keine nennenswerte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr:

Tabelle 2: Rennergebnisse des Teams „Turbo Racers I“
2014 2013
Gesamt-Platzierung  103 / 485  106 / 506
 gefahrene Runden  58  66
 Platzierung 8er-Team-Wertung, männlich  23 / 88  35 / 109
 Platzierung 8er-Team-Wertung, Firmenteams  10 / 32  9 / 30

 

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1 Gedanke zu “Duisburger 24h-MTB-Rennen 2014”

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